Schadensbilder - Beispiele

Dachtragwerk

Flickschusterei bei der Ertüchtigung eines Dachtragwerks. Diese sehr "aufwändige Konstruktion" wurde im Rahmen einer Neueindeckung der Dachfläche vorgenommen. Um die vorhandene Sparrenlage mit sehr geringen Querschnitten für die neue Dacheindeckung auszugleichen, wurde hier ein Gesamtkunstwerk geschaffen, ein Sammelsurium aus Holzwerkstoffen, Metallverbindern und mangelhaften Verbindungen. Im Zuge dieser Arbeiten wurden außerdem die Kehlbalken versetzt und mangelhaft befestigt.

Strebe






Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg! Nun, hier stand wohl die Strebe für eine Türöffnung im Weg. Diese unkonventionelle Vorgehensweise ist ein massiver Eingriff in die Fachwerkkonstruktion, der weitere Schäden nach sich ziehen kann.

EPS-Innendämmung





Der Alptraum für jede Fachwerkkonstruktion, eine Innendämmung mit EPS-Dämmplatten (expandiertes Polystyrol). Der Wunsch nach behaglicher Wärme mündet in absehbarer Zeit in konstruktive Schäden an der Fachwerkkonstruktion. Des weiteren drohen zusätzliche Schäden aufgrund der fehlerhaften Ausführung und der Materialwahl.

Schwelle




Nein, der Zahn der Zeit hat hier nicht genagt. Die verrottete Fachwerkschwelle ist vielmehr das Ergebnis einer umfangreichen und falschen Sanierung. Falsche Materialwahl (zementäre Baustoffe usw.), fehlender konstruktiver Holzschutz, somit eine Bewitterung der Fassade, und ein Insektenbefall führten nach 10 Jahren zu diesem Schadensbild.

Schwamm






Fachwerkständer mit Schwammbefall (Eichenporling), der Fruchtkörper ist gut erkennbar.
Dieser befällt bevorzugt Eiche (NH auch möglich, anderes LH selten) in schlechter Altbausubstanz mit hoher Durchfeuchtung. Die Sanierung erfolgt nach DIN 68 800/4.

Auffahrunfall


Ein eher ungewöhnliches Schadensbild. Das an einer Hauptverkehrsstraße liegende verschieferte Fachwerkgebäude wurde „Opfer eines Auffahrunfalls“. Auf spiegelglatter Fahrbahn geriet ein PKW ins Schleudern und kollidierte mit dem FW-Gebäude. Zusätzlich ist ein Problem unserer Zeit gut erkennbar. Durch Erhöhung des Straßenniveaus wird die Schwelle der Fachwerkkonstruktion einem unmittelbaren Kontakt mit dem Erdreich ausgesetzt. Eine ausreichende Spritzwasserhöhe für die Holzbauteile ist nicht mehr gegeben, diese sind nun vielmehr einer dauerhaften Durchfeuchtung ausgesetzt.

Zurück