Schadenskartierungen - Begriffserklärung >>> Weiterlesen

Zustandskartierungen sind ein wesentlicher Bestandteil einer zielgerichteten Planung und der weiteren Umsetzung des Bauvorhabens. Sie sind Grundlage der Maßnahmenvorschläge, die den Umfang der Arbeiten beschreiben, sowie einer detaillierten Kostenermittlung. In ihr werden Schäden in unterschiedlichen Genauigkeitsstufen dargestellt, diese beinhalten u.a. Art des Befundes, Verwitterungen, Risse, Fugen usw.

Die Zustandskartierungen können in 4 Stufen eingeteilt werden, diese orientieren sich an den Empfehlungen des Verbandes der Restauratoren im Zimmerhandwerk und sind in der Regel auf viele Gebäudetypen übertragbar.

Eine Schadenkartierung nach Stufe II ist für viele geplante Maßnahmen oftmals ausreichend, aber auch hier muß eine Beurteilung nach Bedeutsamkeit, Komplexität und den projektierten Maßnahmen getroffen werden. Bei Bedarf ist somit die Einschaltung von Sonderfachleuten erforderlich, größere Freilegungen sind dann außerdem angebracht. Genauere Ausführungsdetails werden in den weiteren Planungsschritten beschrieben.

Stufe I: Überschlägig / visuell

Eine grobe Zustandserfassung im Rahmen einer Begehung und diese wird vornehmlich visuell vorgenommen. Freilegungen sind dabei nicht vorgesehen, die Befunddarstellung erfolgt nur mit Farben (Schadenstiefe), weitere Symbole zur Erläuterung zu den Schäden werden nicht eingesetzt. Darstellung im Maßstab 1:100, weitere Maßnahmenvorschläge werden nur ungefähr angegeben.

Stufe II: Handwerklich/manuell
Eine vollständige Zustandserfassung, die durch den Einsatz einfacher Untersuchungswerkzeuge und –geräte ergänzt wird. Die oberflächlichen Freilegungen werden nach Absprache vorgenommen, die Befunddarstellung erfolgt mit Farben (Schadenstiefe) und Symbolen (Art). Darstellung im Maßstab 1:100 / 1:50, zusätzlich werden verbindliche Maßnahmenvorschläge ohne weitere Detaillierung angegeben.

Stufe III: Ingenieurtechnisch
Eine vollständige exakte Zustandserfassung, die mit spezialisierten mobilen Diagnosetechnik und Untersuchungsgeräten ausgeführt wird. Die Freilegungen der konstruktiven Elemente und schadensträchtigen Bereiche werden nach Absprache vorgenommen, die Befunddarstellung erfolgt mit Farben (Schadenstiefe) und Symbolen (Art) und weiteren Zusatzinformationen. Darstellung im Maßstab 1:50, zusätzlich werden verbindliche Maßnahmenvorschläge mit Ausführungsdetails (ggfs. Einschaltung von Sonderfachleuten) angegeben.

Stufe IV: Wissenschaftlich / Restauratorisch
Die genauste Analyse (meist Teilbereiche) mit spezialisierter stationärer Diagnosetechnik (Labor). Diese beinhaltet eine Entnahme von Bauteilen / Schichten nach Absprache. Die Befunddarstellung erfolgt mit Farben (Schadenstiefe) und Symbolen (Art) und Zusatzinformationen. Darstellung Maßstab 1:20 / 1:10, es werden keine Maßnahmenvorschläge angegeben.

Schadenskartierung - Stufe II - Fachwerkhaus (ehemaliger Kotten)

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Schadenskartierung - Stufe II - Fachwerkhaus (ehemalige Mühle)

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Schadenskartierung - Stufe II - zweigeschoßiges Fachwerkhaus



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Raumbücher



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Schadensbilder - Beispiele



  Schadensbilder - Beispiele

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